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Zukunftsmodell Mehrgenerationenhaus

Mehrgenerationenhäuser haben als Grundidee das Zusammenwohnen von verschiedenen Altersgruppen.

Verschiedene Stadtplaner und Quartiersmanager haben die Vision, dass durch das Zusammenleben von unterschiedlichen Altersgruppen ein interessantes und bereicherndes Haus-Klima in der Hausgemeinschaft entstehen kann. Insbesondere die Herausforderungen durch den demografischen Wandel können durch dieses Konzept aufgefangen werden. Demografischer Wandel heißt, dass große Teile der Wohnbevölkerung eines Stadtteils, oder Quartiers im Rentenalter sein könnten.  Um eine solche Altersauszeichnung eines Stadtteils zu vermeiden, wurde das Konzept der Mehrgenerationenhäuser erfunden, um eine Durchmischung der Wohnbevölkerung langfristig zu sichern.

Wie funktioniert die gegenseitige Hilfe im Mehrgenerationenhaus?

Um eine  gegenseitige Bereicherung zu erreichen, wohnen junge Studenten und Familien im gleichen Haus, wie die Senioren-Generation.  Die gegenseitige Bereicherung kann in folgendem „Tausch-Geschäft“ bestehen.  Die Senioren übernehmen die Kinderbetreuung stundenweise, während die Familie mit dem Auto die schweren Wasserflaschen für den Rentnerhaushalt mal eben miteinkauft. Auch Lebensberatung gibt es umsonst von der erfahrenen Generation und vielleicht kann der Senior auch eine eine oder andere Haus-Reparatur machen, die Lampen wechseln oder ein neues Vorhängeschloss für den Keller-Verschlag anbringen.

Mehrgenerationenzusammenleben im Seniorenheim

Aus Holland sind auch Ideen bekannt, wo Studenten kostenfrei in Altersheimen wohnen und einen Teil ihrer Zeit mit den älteren Bewohnern verbringen. Das bringt Abwechslung für die ältere Generation und die Studenten müssen sich nicht die Miete durch Kellern verdienen und können sogar dort kostenfrei essen, wenn sie das wünschen. Auch hier steht die gleiche Grundidee im Hintergrund:  die heranwachsende Generation lebt in enger Verbindung und Verbandelung mit der älteren Generation und beide Seiten haben Vorteile. Die Jungen können von der Lebenserfahrung der Seniorengeneration profitieren und die ältere Generation fühlt sich im Leben verwurzelt und nicht aussortiert. im 20. Jahrhundert hat man gerne Altenheime vor der Stadt gebaut, weil das Bauland sehr viel günstiger war. Der extrem große Nachteil war, dass die Bewohner keinerlei Möglichkeit mehr hatte am Stadtleben teilzunehmen, weil der Landbus nur einmal am Tag fuhr – wenn überhaupt eine Anbindung an den öffentlichen Personen-Nah-Verkehr gegeben war. Heute im 21. Jahrhundert ist man deutlich weiter und möchte und wird die Generationen nicht auseinanderreißen, sondern versuchen sie in eine gemeinsame Richtung zusammenzubinden. Das heißt nicht Spaltung der Generationen ist die Marschrichtung, sondern eine Solidargemeinschaft.  Insbesondere dann, wenn wir in Deutschland und Hamburg mehr Senioren haben als jungen Menschen stellt sich die Frage, wie man die Senioren zu überschaubaren kosten niederschwellig versorgen kann.  Das funktioniert über das oben ausgeführte Mehrgenerationen-Modell fast perfekt, solange nur kleine altersbedingte Einschränkungen vorliegen.

Bundesregierung fördert das Mehr-Generationen-Zusammenleben

Auch das Bundesministerium für Jugend und Familie und Senioren hat sogar eine eigene Website zu diesem Thema geschaffen: Folgen Sie bitte diesem Link. Mit anderen Worten die Bundesregierung möchte die Idee des Mehrgenerationenhauses massiv fördern. Tatsächlich werden bei dem Umbau oder Neubau solcher konzeptionellen Mehrgenerationenhäuser auch deutliche Finanzhilfen der Bundesregierung, und der Stadt Hamburg bereitgestellt.

 

Wir zitieren aus der Website der Bundesregierung:

Die Programmplanung zielt darauf ab, Mehrgenerationenhäusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit zu ermöglichen, damit sie ihre Angebote noch besser an den jeweiligen Ausgangslagen und Bedarfen vor Ort ausrichten und Kommunen stärken können.

Zwei inhaltliche Schwerpunkte, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten, gibt das Bundesprogramm vor: die Gestaltung des demografischen Wandels (obligatorisch) und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (fakultativ). Darüber hinaus werden drei Querschnittsziele verfolgt:

  • Generationenübergreifende Arbeit,
  • Freiwilliges Engagement und
  • Sozialraumorientierung.

Mehrgenerationenhäuser wissen, was Menschen bewegt

Mehrgenerationenhäuser sind nah dran an den Menschen in ihrer Umgebung. Sie nehmen deren Bedürfnisse ernst und speisen diese ein in den kommunalen Diskurs. Durch ihren offenen und unkomplizierten Zugang erreichen sie auch Menschen, die Berührungsängste haben oder sich nicht zugehörig fühlen und können als Sprachrohr derjenigen fungieren, die sonst oft ungehört bleiben. Die Mehrgenerationenhäuser fördern den Dialog, stärken echte Bürgerbeteiligung und damit den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Damit werden Sie zum wichtigen Partner ihrer Kommune.

Diese starke kommunale Verankerung wird durch das Bundesprogramm weiter gefestigt. Jedes Mehrgenerationenhaus musste zum Programmstart einen Beschluss der kommunalen Vertretungskörperschaft vorlegen. Inhalt dieses Beschlusses ist das Bekenntnis der Kommune zum Mehrgenerationenhaus sowie dessen Einbindung in die Planung zur Bewältigung des demografischen Wandels bzw. zur Sozialraumentwicklung.

 

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